Bayer: Wie aktivistische Investoren Konzerne unter Druck setzen
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Wer am lautesten schreit, der gewinnt? Der Grundsatz scheint viel Wahres zu haben. Zumindest, wenn es um aktivistische Investoren geht. Deren Strategie, auf das Wesentliche heruntergebrochen: Zu kleinen Anteilen in ein Unternehmen einkaufen, dann lautstark Forderungen formulieren und vor allen Dingen unter den längerfristig Investierten Gleichgesinnte suchen, die diese Forderungen mittragen und ihnen mehr Gewicht verleihen. Wie genau das funktioniert, ließ sich in den vergangenen Wochen am Beispiel von Bayer beobachten. Der Pharma- und Agrochemie-Riese hat vor kurzem und damit viel früher als erwartet einen Chefwechsel an der Spitze des Unternehmens verkündet. Werner Baumann wird im Juni dieses Jahres vorzeitig von Bill Anderson abgelöst. Das hat nicht zuletzt mit dem Druck zu tun, den die verhältnismäßig kleinen Anteilseigner Bluebell Capital, Elliot und Inclusive Capital seit einigen Wochen ausüben. Die Neubesetzung des CEO-Postens durch einen externen Kandidaten war eine der zentralen Forderungen der Aktivisten. Die hat sich also bereits erfüllt. Doch die Forderungen gehen noch weiter: Die Aufspaltung des Bayer-Konzerns. Die Aktivisten gehen davon aus, dass der Wertzuwachs für Bayer bei einer schrittweisen Aufspaltung bei bis zu 70 Prozent liegen könnte. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Deals-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: handelsblatt.com/mehrfusionen
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