Mit Dr. Daniel Angerhausen, Astrophysiker, ETH Zürich
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In dieser Folge begleiten wir Dr. Daniel Angerhausen bei der Forschung seines Teams nach extraterristrischem Leben außerhalb unseres Sonnensystems. Wie funktioniert eine solche Suche? Wie hat sich das Vorgehen über die Jahre verändert und welche Rolle spielen neue Technologien wie etwa künstliche Intelligenz bei der Erforschung des Weltalls in 20, 30, 40 Lichtjahren entfernt? Wenig überraschend begrüßt Daniel den Fortschritt vor allem erweiterter analytischer Verfahren, die dabei helfen Komplexität zu reduzieren und Abläufe signifikant zu beschleunigen. Zugleich beschreibt er die Überzeugungsarbeit, die hier und da noch vonnöten scheint, um deren systematische Verankerung im Wissenschaftsbetrieb zu ermöglichen. So empfiehlt er beispielsweise, nach konkreten Engpässen in Workflows zu suchen, statt pauschal Szenarien zu ersinnen, in denen eine KI abstrakt ganze Prozessketten übernimmt. Daniel Angerhausen ist Co-Founder und Executive Director der Explainables, einer Nichtregierungsorganisation mit dem Ziel, Wissenschaft einem breiteren Publikum zugänglich – erklärbar – zu machen. Auch in unserem Gespräch leuchtet er ebenso anschaulich wie kurzweilig die Grenzen unserer Wahrnehmung aus – etwa bei definitorischen Fragen, was Leben als solches überhaupt ausmacht oder an welcher Stelle die Unterscheidung zwischen (künstlicher) Intelligenz und Bewusstsein verschwimmt. Auch sonst erfahren wir einiges aus dem Alltag des Forschungslabors, etwa warum eine solche Mission wenig Raum für Eitelkeiten lässt und wie man sich dauerhaft motiviert, wenn die Früchte der eigenen Arbeit eher in Jahren (oder Jahrzehnten) als in Tagen, Wochen oder Monaten bemessen werden. Lassen Sie mitnehmen auf einen schnellen Exkurs über die kontinuierliche Verschiebung des (eigenen?) Horizonts.
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